
Der Klimawandel stellt das Land Niedersachsen vor große wasserwirtschaftliche Herausforderungen. Für ein zukunftsfähiges Wassermanagement stellt die Landesregierung im neu veröffentlichen (15.07.2026) Masterplan Wasser nun eine umfassende Strategie zum Schutz des Wassers vor und setzt auf eine gemeinschaftliche Umsetzung der Maßnahmen.
Der Masterplan Wasser beinhaltet Herausforderungen, Ziele und mögliche Maßnahmen für eine nachhaltige Nutzung des vorhandenen Wassers. Der Plan bietet Land, Kommunen, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Wirtschaft, Verbänden und weiteren Akteuren eine Orientierungshilfe zum Schutz des Wassers. Neben der nachhaltigen Nutzung stehen der Schutz der Gewässer und des Grundwassers, die Sicherstellung einer zuverlässigen Trinkwasserversorgung sowie die Reduzierung von Schadstoffeinträgen im Fokus. Gleichzeitig sollen Menschen, Infrastruktur und Umwelt besser vor den Folgen von Extremwetterereignissen geschützt werden.
Folgende Schwerpunkte werden besonders im neuen Masterplan Wasser behandelt:
- Nachhaltiger Schutz von Gewässern und Grundwasser
- Sicherung der Wasserverfügbarkeit in Trockenperioden
- Verbesserung des Wasserrückhalts in der Landschaft
- Förderung eines klimaangepassten Wassermanagements im städtischen Raum
- Naturnahe Entwicklung von Gewässern und Auen
- Vorsorge gegen Niedrigwasserereignisse
- Stärkung der Wasserhaltefunktion von Böden und Wäldern
- Schutz vor Hochwasser, Sturmfluten und Starkregen
- Verbesserung der Risikovorsorge und des Schutzes kritischer Infrastrukturen
- Nutzung natürlicher Wasserrückhalteräum
- Verringerung von Schadstoffeinträgen in Grund- und Oberflächengewässer
- Unterstützung der Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie
Mit dem Masterplan verfolgt Niedersachsen das Ziel, Wasserressourcen langfristig zu sichern, natürliche Wasserkreisläufe zu stärken und die Widerstandsfähigkeit von Landschaften, Städten und Gemeinden gegenüber den Folgen des Klimawandels zu erhöhen.
Der Masterplan steht frei zugänglich auf der Seite des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz zum Download zur Verfügung.

